Was genau bedeutet Micro-Dosing und wie kann man es in seinen eigenen Alltag als Patient anwenden? Die erste Frage ist leicht zu beantworten: Micro-Dosing setzt sich aus den zwei englischen Worten “Micro” und “Dosage” zusammen. Ins deutsche übersetzt also Mirko-Dosierung. Damit ist gemeint, dass man bei einer Medikation nur eine sehr geringe Menge eines Medikamentes zu sich nimmt und das über einen regelmäßig längeren Zeitraum. Somit sollen Nebenwirkungen verringert und medizinische Langzeiteffekte verbessert werden. Diese Methodik wird schon länger praktiziert und hat bei vielen Menschen auch zu der gewünschten Besserung beigetragen.

Da ich mich auf das Thema medizinisches Cannabis spezialisiert habe möchte ich auch an Hand eines Beispiels einer Cannabis-Medikation darstellen, wie sich dieses Verfahren in die Tat umsetzen lässt:

Nehmen wir an, der Arzt verschreibt ihnen THC-Blüten mit einem THC Gehalt von 8% gegen Schmerzen und empfiehlt die Einnahme von 1g Cannabis täglich, so hat man einen täglichen Konsum von 80mg THC. Jetzt kann es allerdings vorkommen, dass man dieses 1 Gramm direkt am morgen zu sich nimmt und anschließend erhöhte Nebenwirkung oder einen spürbaren Rausch erleben. An anderen Tagen kann es passieren, dass man gegen späteren Abend wieder an den Schmerzen leidet und zur Linderung dann doch noch einmal zur Blüte greift und somit den Tagesbedarf überschreitet.

Jetzt kommt die Mikro-Dosierung ins Spiel. Man konsumiert erst nur eine sehr geringe Menge und wartet ab, ob sich eine Besserung einstellt. Sollte dem nicht so sein, dann sollte man beim nächsten Versuch die Menge leicht erhöhen beispielsweise von 0,2g auf 0,3g Cannabisblüten. Dies wird so lange weitergeführt, bis eine Besserung eintritt. Man sollte zwischen den einzelnen Testphasen mindestens wieder einen Tag vergehen lassen, um die Werte nicht durch zuvor konsumiertes Cannabis zu verfälschen. Somit nähert man sich einer geringeren Menge an Cannabis an, welche noch immer die medizinischen Vorteile mit sich bringt und dennoch besser kontrollierbar ist. Um die Dosierung und den Konsum noch angenehmer zu gestalten empfiehlt es sich bei Cannabisblüten einen Verdampfer/Vaporizer zu nutzen. Denn diese Geräte bieten noch den weiteren Vorteil: Das Verdampfen von Blüten erzeugt weniger Geruch, verbrennt das Material nicht und man kann den Tagesbedarf auch bequem in kleineren Portionen über den Tag verteilen.